Im Jahr 2018 erhalten 17 Projekte ein Stipendium der Stiftung ZURÜCKGEBEN

Die Stipendiatinnen der Stiftung ZURÜCKGEBEN und ihre Projekte im Jahr 2018:


Rita Bakacs, Autorin und Regisseurin, für die Arbeit an “Landstrich”: einem Film, in dem sie der Deportationsroute ihrer Urgroßeltern nach Auschwitz nachgeht und somit die persönliche Familiengeschichte mit der der europäischen Jüdinnen und Juden verknüpft.


Dr. Janine Cunea, Dr. der Erziehungswissenschaften, für die Veröffentlichung des Buches „Alternde Shoah-Überlebende in einem psychosozialen Zentrum in Frankfurt am Main – Interaktionsprozesse und biografische Analysen“, in welchem die Lebenswirklichkeit von Überlebenden der Shoah dokumentiert wird. Das Buch basiert auf ihrer 2016 abgeschlossenen Dissertation.

 

Ewa Einhorn, Filmemacherin und Choreografin, für die Umsetzung eines Collage-Projektes: Unter dem Titel “Orte des Zuhörens” setzt sie sich in Form von Essays und fotografischer Dokumentation mit den sozialen Bedingungen einer Kultur des Nicht-Zuhörens auseinander.


Alexandra Elkonina, Kunsthistorikerin und Lehrerin, für ein Forschungsprojekt: Sie erforscht Synagogenkonzepte in Nordrheinwestfalen, die nach der Wiedervereinigung für die wachsenden Jüdischen Gemeinden errichtet wurden.


Lau Feldstain, Fotografin und Regisseurin, gefördert für den Dokumentarfilm “Gay Gipsy Jew”, in dem sie sich mit den Spannungen von jungen Israelis beschäftigt, die ihre Heimat verlassen und nach Deutschland emigrieren.

 

Adi Halfin, Regisseurin und Drehbuchautorin, für einen Animationsfilm über einen polnisch-jüdischen Studenten, der auf dem Fahrrad quer durch Frankreich vor den Nazis floh. In „Henry“ erzählt sie die Überlebensgeschichte des Cousins ihrer Mutter, Henry Bader.

 

Sapir Heller, Schauspiel- und Musiktheaterregisseurin, für die Aufführung eines musikalischen interaktiven Theaterstückes. „Requiem for a Dibbuk“ erzählt die Geschichte einer im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Sängerin und Schauspielerin. Der Charakter dieser person ist der verfolgten Malerin Elfriede Lohse-Wächtler nachempfunden.

 

Gabriela Hermer, Germanistin und Autorin, für das Buchprojekt „Hinda und ihre Brüder“. Sie beschäftigt sich mit ihrer Familiengeschichte, die sie 75 Jahre nach der Shoah zusammengefügt hat und sucht nach Antworten auf das jahrelange Schweigen ihrer Familie.

 

Valeria Livshits, Lehrerin und Regisseurin, für die Inszenierung eines Theaterstückes mit dem Titel „1000 und 1 Jeans: ein orientalische Märchen“. Dieses dreht sich um die Freundschaft zwischen dem jüdischen Josef und dem muslimischen Yusuf.

 

Yael Nachshon Levin, Musikerin, für die Organisation eines Kultursalons für Musik und plastische Kunst: Im FRAMED culture room soll monatlich eingeladenen Künstler*innen eine Bühne geboten werden.

 

Miriam Pelzman, Künstlerin und Fotografin, gefördert für ein Projekt mit der Fragestellung: “Spurensuche in Paris. Annäherungen an Sarah Kofman” Fotografisch-dokumentierend und durch Begegnungen und Gespräche wird sie sich der Philosophin und ihrem Werk annähern.

 

Deborah Petroz-Abdeles, Ergotherapeutin und Künstlerin, für ein Kunst- und Buchprojekt, das Alice Salomon (1872-1948) gewidmet ist: In „Die Kunst des Gedenkens“ vereint sie künstlerische Arbeiten und Essays über die jüdische Frauenrechtlerin Alice Salomon.

Ella Ponizovsky Bergelson, Künstlerin und Grafikdesignerin, gefördert für die Anbringung jiddischer Prosa als Kalligrafien im öffentlichen Raum: Als Wandbilder bringt sie Zitate des Schriftstellers Dovid Bergelson in die Straßen Berlins.

 

Nataly Elisabeth Savina, Autorin und Dramaturgin, gefördert für ihren Roman “Wer keine Nase hat, braucht einen Schnurrbart”. In diesem beschäftigt sie sich mit der Geschichte einer jüdischen Mutter-Tochter-Beziehung, die immer wieder Bezugspunkte zu ihrer eigenen Biografie aufweist.


Anja Schindler, Germanistin und Historikerin, für ihr Buchprojekt „Die drei Leben des Meir Schwartz“, in welchem sie die Verfolgung ihres jüdischen Vaters durch den Faschismus, seine Inhaftierung im sowjetischen Gulag und schließlich seine Immigration nach Deutschland beschreibt.

 

Dina Velikovskaya, Animationsfilm-Regisseurin, für ihr Projekt „Faden“: In dem Animationsfilm wird in poetischer Form die Migration einer jungen Frau von Russland nach Deutschland und die damit verblassende Erinnerung ihrer Eltern an sie beschrieben.

Si Wachsmann, Fotografin, für ihre Fotografie-Serie „Mothers“: Mit Fotografien von 20 Müttern von israelischen Soldaten möchte sie die Vielfältigkeit der israelischen Gesellschaft darstellen.

 

 

 

Impressionen