Wann und wie eine Bewerbung möglich ist

Wann und wie eine Bewerbung möglich ist

Ausschreibung für das Förderjahr 2027

Jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen können sich ab dem 13. April 2026 für Stipendien und Zuschüsse im Rahmen der Ausschreibung von ZURÜCKGEBEN Stiftung zur Förderung von jüdischen Frauen in Kunst und Wissenschaft bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2026.

Wer kann sich bewerben?

Die Stipendien werden satzungsgemäß ausschließlich an jüdische Frauen vergeben. Die Ausschreibung richtet sich an Frauen, unabhängig ihres Herkunftslandes, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Die Förderung ist altersunabhängig. Die Mitgliedschaft in einer Jüdischen Gemeinde ist keine Bedingung.
Pro Bewerberin kann ausschließlich ein Projektvorhaben berücksichtigt werden. Frauen, die bereits in den Vorjahren durch die Stiftung ZURÜCKGEBEN gefördert wurden, können sich erneut bewerben.
Mit der Einreichung der Bewerbung wird die von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) entwickelte Arbeitsdefinition von Antisemitismus anerkannt.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Projekte in den unterschiedlichsten Bereichen wie Film, Literatur, bildende, darstellende und angewandte Kunst sowie Wissenschaften.
Ein thematischer Schwerpunkt der Projekte auf jüdischen Lebenswelten und entsprechenden Fragestellungen ist erwünscht.
Bereits begonnene Projekte können gefördert werden. Bitte beachten Sie: Die Stiftung ZURÜCKGEBEN kann die beantragte Fördersumme nicht immer in voller Höhe bewilligen und oft nur eine Teilfinanzierung leisten. Daher sind Antragstellungen bei weiteren Institutionen ausdrücklich gestattet. In der Regel werden Stipendien bis zu einer Fördersumme von maximal 8.000 Euro vergeben.
Da die Stiftung ZURÜCKGEBEN keine Leistungen Dritter, z.B. Firmen/Unternehmen vergütet, werden Druckkosten, Lektorats- und Übersetzungsarbeiten – im Gegensatz zu eigenen Übersetzungsprojekten – nicht gefördert.

Bewerbungsformalitäten

Die Bewerbung ist ausschließlich schriftlich und in elektronischer Form (max. 8 MB, in EINER PDF-Datei) einzureichen. Es werden ausschließlich Bewerbungen in deutscher Sprache angenommen; das Projekt selbst kann in jeder anderen Sprache realisiert werden.

Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Bewerbung zu unterzeichnen!

Folgende Unterlagen werden benötigt:
• das ausgefüllte und unterzeichnete Antragsformular
• Beschreibung des Projektvorhabens (Umfang: 2-3 Seiten)
• tabellarischer Zeitplan der Projektumsetzung
• präzise tabellarische Kalkulation Ihres Finanzplanes
• Lebenslauf/CV inkl. einer kurzen Darstellung Ihres bisherigen künstlerischen oder wissenschaftlichen Werdegangs sowie Angaben zum persönlichen/biographischen Bezug zum Judentum
• ggf. weitere Anhänge (z.B. Exposé/Probekapitel etc.)

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind bis zum 15. Juli 2026 per E-Mail zu richten an:
info@stiftung-zurueckgeben.de

Bitte richten Sie konkrete Nachfragen zur Ausschreibung ebenfalls ausschließlich an diese E-Mail-Adresse.

Bewerbungsverfahren

Nach Bewerbungsschluss erhalten Sie eine Eingangsbestätigung Ihres Antrags per E-Mail. Die Auswahl der Geförderten wird anschließend von einer unabhängigen Jury getroffen, die sich aus jüdischen Frauen zusammensetzt. Im November 2026 erhalten Sie per E-Mail eine Benachrichtigung über die Entscheidung der Jury. Von schriftlichen und telefonischen Anfragen zum Stand Ihrer Bewerbung bitten wir abzusehen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen im Falle einer Absage keine inhaltliche Rückmeldung zu Ihrer Bewerbung geben können.

Im Falle einer Zusage wird ein Vertrag zwischen der Stipendiatin und der Stiftung ZURÜCKGEBEN geschlossen. Hierfür muss eine Passkopie sowie eine aktuelle Meldebescheinigung vorgelegt werden. Die Auszahlung des Stipendiums erfolgt ausschließlich an die Stipendiatin auf deren eigenes deutsches Bankkonto.

Zur Stiftung ZURÜCKGEBEN

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN vergibt seit 1994 jährlich Fördermittel an jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen. Damit ist sie die einzige Stiftung in Deutschland, die explizit jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen fördert. Die 1994 von einer Gruppe jüdischer und nicht-jüdischer Frauen gegründete Stiftung entstand im Wissen um die in der NS-Zeit zerstörten Arbeitsmöglichkeiten von Jüdinnen in Deutschland.
Seit der Gründung hat die Stiftung ZURÜCKGEBEN über 200 Projekte von in Deutschland lebenden Jüdinnen mittels Stipendien unterstützt. Darunter waren Projekte von Filmemacherinnen, Bildenden und Multimedia-Künstlerinnen, Tänzerinnen und Choreografinnen, Schriftstellerinnen, Musikerinnen, Kultur- und Sozialwissenschaftlerinnen und Historikerinnen.